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Lipetsk [RU] - Gefahr für den Trolleybusbetrieb

J. Lehmann - 10.10.16


Mit einem Appell an regionalen und Bundesbehörden stellten die Abgeordneten des Stadtrats der rund 500.000-Einwohner Stadt rund
375 km südöstlich von Moskau am Woronesch gelegen, im Mai 2016 die Entscheidung zurück, ob der Trolleybusbetrieb beibehalten wird. Der erst seit Ende 2015 amtierende Bürgermeister sprach sich bereits Anfang des Jahres gegen den Beibehalt des Trolleybusbetriebs aus und erstellte im April eine Vorlage, den Betrieb zu schließen und neue Gasbusse zu beschaffen. Die Kosten sollten durch den Verkauf des Trolleybusbetriebshofs erfolgen. In einem Presseartikel vom 20.04.16 wird der Trolleybus als doppelt so teuer wie der Autobusbetrieb dargestellt.
Neben dem 1972 aufgenommenen Trolleybusbetrieb bedient ein seit Dezember 1947 bestehender Straßenbahnbetrieb mit einem Fahrzeugpark von 45 Einheiten ein Netz mit drei Linien.

Der Trolleybusbetrieb wurde Anfang 2016 reduziert. Auf den nunmehr fünf Linien besteht nur noch ein 15-Minuten-Verkehr, hier sind maximal nur noch 24 Trolleybusse im Einsatz. Der Wagenpark erhielt vor sechs Jahren die letzten beiden Neufahrzeuge und besteht nun nur noch aus 42 Einheiten, das älteste Fahrzeug stammt vom Baujahr 1997. Alle älteren ZiU682 der Baujahre 1990 bis 1997 und einige baugleiche und jüngere Fahrzeuge der Firmen VMZ und BTZ wurden in den letzten Jahren ausgemustert, so dass der Wagenpark seit 2012 um mehr als die Hälfte reduziert wurde.
Auch der halbjährige Einsatz eines Testwagens des Typs "Megapolis" im zweiten Halbjahr 2014 zog keine Neubestellung nach sich.

Foto:
Die letzten Neubeschaffung erfolgte 2010, Wagen 008 ist einer von zwei ZiU-682G, die damals neu in Dienst gingen. Aufnahme: Vladimir Martynov


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