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Eberswalde [DE] - Weitere Schritte zur Erweiterung des Trolleybusnetzes

J. Lehmann - 25.01.16


Im Rahmen des Projekts ELIPTIC untersucht die TU Dresden die Einbindung der bisherigen Autobuslinie 910 Südend – Finow in die bestehenden Trolleybuslinien. Bei Wahrung der gegenwärtigen Taktfolge ergäbe sich bei drei Endstationen in Eberswalde im 12-Minuten-Takt ein ungünstiger 18-Minuten Takt für jede Endhaltestelle, auch im 15-Min-Takt vormittags würden die drei Endhaltestellen im ungünstigen 22½-Minuten-Takt angefahren werden.
Derzeit verkehrt die Linie 910 von Eberswalde, Südend nach Finowfurt alle 30 Minuten bzw. 60 Minuten (10-12 Uhr und nach 18 Uhr). Auf rund 6 km verläuft diese Linie parallel zu den Obuslinien.

Das Projekt, in dessen Rahmen die Untersuchung erfolgt, wird mit EU-Fördermitteln unterstützt und hat die Erforschung von zusätzlichen elektrischen Verkehrsanbindungen in bestehende Trolleybus- oder Straßenbahnnetze zur Aufgabe. Elf Städte, darunter die deutschen Städte Bremen, Leipzig und Oberhausen sowie die Trolleybusstädte Gdingen und Szeged.
Die ersten Entwürfe der Ausarbeitung, die Ende 2015 vorgestellt wurden, konnten die Vertreter der BBG nicht überzeugen, nun ist für Anfang Februar eine erneute Präsentation vorgesehen. Die Ergebnisse dieser Studie fließen in eine Machbarkeitsstudie zum neuen Nahverkehrsplan für die Jahre 2017 bis 2026 ein, der vom Strukturentwicklungs- und Bauordnungsamt des Kreises Barnim erarbeitet wird. Dabei soll der Obus im Stadtgebiet Eberswalde weitere Gebiete erschließen, so zur Biesenthaler Straße über die Fritz-Weineck-Straße und die Messingwerksiedlung von der bisherigen Endhaltestelle in Finow hinaus fahren. Dabei soll der bisherige Ringverkehr von Eberswalde über Finow und das Brandenburgische Viertel (Linie 861) zurück nach Eberswalde und in Gegenrichtung (Linie 862) aufgelöst werden und der Obusbetrieb zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Bisher erbringen beiden städtischen Obuslinien auf ihren knapp 38 Kilometer Linienlänge mit rund 750.000 Kilometer pro Jahr eine Beförderungsleistung von etwa vier Millionen Passagiere, was die Hälfte aller Fahrgäste der Barnimer Busgesellschaft ausmacht.

Im November 2015 konnte ein Team des Instituts für Energie und Verkehr der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau ein automatisiertes Andrahtsystem für Stromabnehmer getestet werden. Dieses im Rahmen eines im Schaufenster Elektromobilität geförderten Projektes entwickelte System, welches als wesentliche Voraussetzung für partielle Oberleitungen erforderlich ist. Als Versuchsträger dient ein LKW, der mit so umgebaut wurde, dass das Stromabnehmersystem wie auf dem Dach eines Trolleybusses erprobt werden kann. Die erste Erprobung des neu entwickelten Systems an einer Oberleitung in Eberswalde konnte die prinzipielle Eignung des gewählten Lösungsansatzes nachweisen, jedoch sind noch eine Reihe von Problemen zu lösen. Eine Dokumentation der Testfahrten ist auf der Informationsseite der Hochschule abrufbar.

Zu einem Fahrplanwechsel am 1.2.2016 gibt es auf den Obuslinien kaum Änderungen, lediglich eine Fahrt frühmorgens wurde auf Schultage beschränkt.

Foto:
Wie kann die Linie 911 als Obus-/Elektrolinie am besten in den Fahrplan eingebunden werden, bislang fahren die beiden Linien eine Schleife über das Brandenburgische Viertel und über die Eberswalder Straße, wie hier Wagen 055 Auf dem Weg von Finow nach Eberswalde und Ostend. Aufnahme: J. Lehmann


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