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Bergen [NO] - Erweiterung des Betriebs wird untersucht

J. Lehmann - 03.03.14


Ein weiterer Schritt zum Erhalt und Ausbau der Trolleybuslinie wurde im Oktober 2013 vom Verkehrsausschuss des Hordaland County Council getroffen: Eine Durchführbarkeitsstudie soll die Möglichkeiten untersuchen, die bestehende Linie zu verlängern oder neue Technologien zu verwenden um Verlängerungen der Linie zu erreichen. So soll die Variante Batterie-/Trolleybus oder andere Formen von elektrischen Bussen verglichen werden. Die Studie soll im Juni 2014 vorliegen, um dann rechtzeitig vor 2018 die Entscheidung über den Fortbestand des Trolleybusbetriebs zu treffen.
Gegenwärtig wird die Trolleybuslinie von der Firma Tide Buss AS bedient. Die Linie 2 gehörte zum Ausschreibungspaket "Bergen sentrum", welche im Dezember 2011 zu einer Neuordnung des Liniennetzes führte. Kernpunkt des geänderten Fahrplans war die Einführung von vier hoch frequentierten Buslinien, die ganztägig im 10-Minuten-Takt verkehren. Während die Linien 5/6 (jeweils im 20-Minuten-Verkehr) von Soloautobussen befahren werden, wurden für die neue Linien 3 und 4 Gasgelenkbusse beschafft. Die Linie 2 blieb weiterhin Trolleybuslinie und wurde ebenfalls wieder im 10-Minuten-Takt bedient. Für die Bedienung waren nun acht Kurse erforderlich, daher wurden vier Dieselgelenkbusse (8150-53) zu den sechs Trolleybussen des Baujahrs 2003 angekauft. Für die Fortsetzung des Trolleybusbetriebs erhielt der Betrieb finanzielle Unterstützung bis Ende 2015, die bereits in 2012 verlängert wurde, damit die Trolleybuslinie 2 bis 2018 betrieben werden kann. Zu diesem Zeitpunkt wird die Bedienung des Busliniennetzes neu ausgeschrieben.
Mehrere Politiker fordern nun, neben der Stadtbahn ein elektrisches Ergänzungsnetz zu errichten. "60 Prozent der NOx-Emissionen entsteht durch den Straßenverkehr einschließlich der Busse. Der Trolleybus mit der Energie aus der Wasserkraft fährt bekanntlich ohne Verursachung von NOx und CO2. Somit ist die Erweiterung des Trolleybusnetzes eine sinnvolle und effektive Maßnahmen gegen die verschmutzte Luft in Bergen" werden Politiker in einem Artikel der Lokalpresse vom 07.06.2013 zitiert. Um die Betriebskosten der Trolleybusse an diejenigen der derzeitigen normalen Diesel- und Gasbusse anzunähern, wird die Unterhaltung des Trolleybusnetzes und der Fahrzeuge durch den Stadtbahnbetrieb Bybanen AS erwägt. Diese betreuen ja im Bereich der Stadtbahnlinie eine ähnliche Technologie der Fahrleitung, so dass hier die verfügbare Kompetenz genutzt werden kann. Derzeit hat der Betreiber Tidebuss lediglich zwei Mitarbeiter für Fahrleitung und Unterhalt der Trolleybusse abgestellt, um die sechs Trolleybusse, die gegenüber den insgesamt 586 Bussen im Kreis Hordaland nur einen kleinen Teil ausmachen, zu unterhalten.

Als Erweiterung der Trolleybuslinie 2 ist in südöstlicher Richtung über den gegenwärtigen Endpunkt Birkelundstoppen die Erschließung der Ortschaft Sædalen entsprechend der gegenwärtigen Autobuslinie 80 und in westlicher Richtung über den gegenwärtigen Endpunkt Strandkaiterminalen in der Innenstadt nach Fyllingsdalen entsprechend der gegenwärtigen Autobuslinie 4 im Gespräch. In der Diskussion sind auch Abzweige nach Laksevåg (gegenwärtig Linie 5/6) und Sletten bzw. Nesttun (gegenwärtig Linie 3) genannt. Die Durchführbarkeitsstudie soll nun klären, welche Abschnitte mit zusätzlicher Fahrleitung und welche Abschnitte mit Batterieantrieb ohne Fahrleitung wirtschaftlich befahren werden können. Die Linien 3, 4 und 5 nach Åsane sollen durch den 4. Bauabschnitt der Stadtbahnlinie ersetzt werden, gegenwärtig ist hier der 3. Bauabschnitt zum Flughafen Flesland im Bau.

Foto:
Die Straße Kalvedalsveien, hier mit Trolleybus 8194 in Richtung Zentrum, wird bis zum Haukeland Krankenhaus rund 4 km gemeinsam mit der Linie 3 befahren, so dass hier tagsüber ein 5 Minuten ein Bus verkehrt, der dann die vorhandene Trolleybusfahrleitung als Batterie-/Trolleybus optimal nutzen könnte. Aufnahme: J. Lehmann, 30.09.2013.


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