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Trolleymotion - präsentierte die Vorteile von Ebus-Systemen in Berlin am 28.02.13

J. Lehmann - 06.06.13


Trolley:motion und das EU-Projekt TROLLEY luden zur Pressekonferenz und zum Round Table Gespräch im Bundespresseamt in Berlin am 28. Februar 2013 ein:

Nachfolgender Artikel ist der Presseartikel der Dr. Ricki Weiss PR Management und Consulting, Wien:

Die Initiative trolley:motion präsentierte die Vorteile von Ebus-Systemen, unterzeichnete die Deklaration Elektromobilität und lud zum Round Table.

Die Initiative trolley:motion lud am 28. Februar 2013 zur Pressekonferenz „Ökonomisch und ökologisch überzeugend: Trolley-/ Ebus-Systeme. Die Initiative trolley:motion und das Projekt TROLLEY stellen sich vor.“ in das Bundespresseamt Berlin. Der Präsident von trolley:motion, Dipl.-Ing. Daniel Steiner, und General Sekretär Dipl. Wirtsch.-Ing. Arnulf Schuchmann referierten über die wesentlichen Vorteile von Elektromobilität und erläuterten bereits erfolgreich umgesetzte Referenzprojekte. Prof. Dr. Arnd Stephan von der Technischen Universität Dresden veranschaulichte die Effizienz und Leistungsstärke von Elektromobilität und umriss Zukunftsperspektiven von Ebussen.

Als feierlicher Höhepunkt wurde die „Deklaration Elektromobilität“ von Prof. Dr. Arnd Stephan, TU Dresden, Dipl-Ing. Wolfram Leyendecker, Kirsch Energie und Michael Glotz-Richter, Referent Nachhaltige Mobilität, Freie Hansestadt Bremen, unterzeichnet.

Round Table zum Thema „Ebus-Systeme - die verantwortungsvolle Lösung für die urbane Zukunft.“: Es diskutierten Stefan Rutscher, Betriebsleiter der Barnimer Busgesellschaft in Eberswalde, und Dipl.-Verk. Wirtsch. Christiane Wagner, Consultant der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, Stefan Baguette, Pressesprecher Solaris Bus & Coach S.A, Michael Glotz-Richter, Referent beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Freie Hansestadt Bremen sowie Prof. Dr. Arnd Stephan von der Technischen Universität Dresden. Die Moderation des Gesprächs über Theorie und Praxis übernahm Dipl.-Ing. Daniel Steiner.

„Ökonomisch und ökologisch überzeugend: Trolley-/ Ebus-Systeme.“

Elektrische Stadtbussysteme stellen eine essentielle Säule im öffentlichen Personennahverkehr dar. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Sinne einer aktiven Klimapolitik, lokale Emissionsfreiheit, Lärmarmut, Verkehrssicherheit, konstante Leistungsfähigkeit, hohe Kundenakzeptanz und große Alltagstauglichkeit sind nur einige der wesentlichen Vorteile von vorhandener Elektromobilität in Städten. Ebus-Systeme resp. Oberleitungsbus-Systeme bringen innovativen Chancenreichtum mit sich, wenn es um die effiziente Bewältigung weiter wachsender urbaner Mobilitätsansprüche geht. Vor allem die jüngsten Fortschritte in der Akkumulator- und Ladetechnik für Stadtbusse sowie die Entwicklung alternativer Energieübertragungsformen mit punktueller Einspeisung aus lokalen Energieversorgernetzwerken machen Ebus-Systeme besonders leistungsfähig und effizient und somit noch attraktiver für die urbane Mobilität, dies veranschaulichte Prof. Dr. Arnd Stephan, TU Dresden.

Derzeit sind weltweit mehr als 40.000 Elektrobusse in 310 Städten von 47 Staaten im öffentlichen Nahverkehr zuverlässig im Einsatz. Blickt man nach Deutschland, belegen die Ebusse in Solingen, Eberswalde und Esslingen a.N. beispielsweise sowohl die Akzeptanz seitens der Bevölkerung als auch vor allem ihre Alltagstauglichkeit und Leistungsstärke. Studien ergaben, dass die Bevölkerung sehr wechselfreudig ist, wenn multimodale Verkehrsmittel nur angeboten werden. Eine rasche Realisierung, große Transportleistung und geringere Investitionskosten machen die Ebusse zu einer ökologisch wie ökonomisch sinnhaften Alternative, so General Sekretär Dipl. Wirtsch.-Ing. Arnulf Schuchmann. Interessanterweise wählen sogar Städte wie Teheran, die selbst über Ölreserven verfügen, Ebus-Systeme. Die Imagewerte seien, so Schuchmann, besser als man vermuten würde, schnell, komfortabel, ökologisch und sicher – hier erhält der Ebus Bestnoten, nur am Image müsse noch gearbeitet werden.

Diese Aufgabe hat sich der Verein trolley:motion zum Ziel gesetzt, erklärt der Präsident von trolley:motion Dipl.-Ing. Daniel Steiner. Elektromobilität hat jedes Potential für den Massenmarkt, vor allem als integrierter Bestandteil von umfassenden Verkehrssystemen in Industrie- und Entwicklungsländern wird sie in Zukunft eine noch bedeutsamere Rolle spielen. Neben den umwelt- und energiepolitischen Stärken kommen auch immer deutlicher die betriebswirtschaftlichen Kriterien zum Tragen. Gerade der Kostenpunkt Energieverbrauch aufgrund ständig steigender Rohölpreise für den Einsatz von herkömmlichen Dieselbussen wird immer größer. Wenn man den Energiemix bei Elektroenergie zugunsten des Stromes aus regenerierbaren Quellen erhöht, verschieben sich die Betriebskosten deutlich zugunsten der Ebusse. Hier sind vor allem mobile und stationäre Speicher mit Schnelllademöglichkeiten und die Ausnutzung der mit Gleichstrom betriebenen elektrischen Infrastrukturen interessant. Die E
ntwicklungs- und Forschungsarbeit im Sektor Elektromobilität stellt vielversprechende Optimierungen in Aussicht, die die Attraktivität und Sinnhaftigkeit noch weiter erhöhen werden. Wenn man Denkbarrieren überwindet und Vorurteile aufgrund der gegenwärtigen Aufklärungsarbeit abgebaut werden, sind dem Siegeszug von Elektromobilität keine Grenzen gesetzt, so Dipl.-Ing. Daniel Steiner. Mit den Initiativen von trolley:motion wie Konferenzen, Lobbying und Aufklärungsarbeit auf diversen Beziehungseben will man Entscheidungsträger überzeugen. Derzeit haben 20 Städte großes Interesse an der Einführung von Ebus-Systemen.

Trolley (englisch für Ebus- oder Oberleitungsbus-Systeme) trägt zu einer deutlichen Verbesserung der Erreichbarkeit von und in mitteleuropäischen Städten bei. Im Fokus steht dabei der Stadtverkehr. Mit seinem integrierten Ansatz verfolgt das Projekt vor allem ein Ziel: Die Förderung von Trolleybussen / Ebussen als sauberste und nachhaltigste Verkehrsvariante für Städte und Regionen Mitteleuropas, die ökologisch wie ökonomisch sinnvoll ihre Gegenwart und Zukunft gestalten.

trolley:motion engagiert sich international sowohl für die Erhaltung und Erweiterung bestehender als auch die Gestaltung neuer elektrischer Stadtbus-Systeme, insbesondere moderner Ebus-Systeme. Ziel ist die Wettbewerbsposition des öffentlichen Verkehrs und die Lebensqualität in städtischen Räumen nachhaltig und nachweisbar zu verbessern. Entscheidungsträger werden objektiv informiert und aktiv in komplexen technischen und wirtschaftlichen Systemen unterstützt.

trolley:motion fokussiert auf die Interessen der Systemnutzer sowie der Menschen im Umfeld der Systeme, baut Vorurteile ab und liefert aktuelle Fakten. Die Mitglieder wollen neue Märkte für ihre Produkte lokalisieren sowie durch noch bessere Ausrichtung auf die Anforderungen der Kunden die Wettbewerbssituation in bestehenden Märkten stärken.


Unterzeichnung der „Deklaration Elektromobilität für Europa“.

Im Anschluss zur Pressekonferenz kam es zum Schulterschluss der Hansestadt Bremen, Kirsch-Energie und Technische Universität Dresden, indem man die „Deklaration Elektromobilität für Europa“ unterzeichnete. Man will sich auch künftig für Ebus-Systeme und Elektromobilität als umweltfreundliches Personennahverkehrsmittel einsetzen. DWI Arnulf Schuchmann erklärt: „Wir unterzeichnen gemeinsam die ‚Deklaration Elektromobilität für Europa‘ und setzen mit unserer Unterschrift eine Geste mit starker Symbolwirkung für eine ökologisch wie ökonomisch sinnhafte Zukunft. Wir wollen jetzt und künftig die enormen Vorteile von Ebus-Systemen für Deutschland und Europa nutzen, wenn es um die effiziente Bewältigung weiter wachsender urbaner Mobilitätsansprüche geht.“

Round Table Gespräch.

Den Round Table zu dem Thema „Ebus-Systeme - die verantwortungsvolle Lösung für die urbane Zukunft.“ führte Dipl.-Ing. Daniel Steiner. Es diskutierten Stefan Rutscher, Betriebsleiter der Barnimer Busgesellschaft in Eberswalde, und Dipl.-Verk. Wirtsch. Christiane Wagner, Consultant der Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, Stefan Baguette, Pressesprecher Solaris Bus & Coach S.A., Michael Glotz-Richter, Referent beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Freie Hansestadt Bremen sowie Prof. Dr. Arnd Stephan von der Technischen Universität Dresden. „In Deutschland hinkt die Verkehrspolitik der Realität nach“, meinte Stefan Baguette. „Wir müssen Entwicklung durch technische Möglichkeiten schaffen – und informieren, unsere Erfahrung promoten. Die Zahlen sprechen für die Elektromobilität.“, bekräftigte Arnd Stephan. Stefan Baguette: „Eberswalde hat schon ein Umdenken gebracht.“ Christiane Wagner: „Es fehlt ein Bus am Markt, den man anschauen, begreifen und verstehen kann.“ „Wir brauchen einen Wert zum Anfassen, Angreifen – das kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Pilotprojekte sind enorm wichtig. 2012 war die CO2 Emission höher als 2011.“, ergänzte Michael Glotz-Richter. Arnd Stephan: „Elektroenergietechnik hat so viele Effizienzvorteile. Ein fahrdynamisches Anforderungsprofil spart Oberleitungen bei Kreuzungen.“ „Richtig, bei Kreuzungen geht „oben ohne““, ergänzt Michael Glotz-Richter. Daniel Steiner: „Die Ergebnisse der Wissenschaft sind wichtig, die Wissenschaft ist glaubwürdig und hat Einfluss. Es wird die Aufgabe sein, die Bevölkerung und Entscheidungsträger zu informieren und von den Vorteilen zu überzeugen.“


Foto:
Dipl.-Ing. Daniel Steiner (Präsident trolley:motion), Prof. Dr. Arnd Stephan (TU Dresden), Dipl. Wirtsch.-Ing. Arnulf Schuchmann (General Sekretär trolley:motion), Dipl-Ing. Wolfram Leyendecker (Kirsch Energie) und Michael Glotz-Richter (Referent Nachhaltige Mobilität, Freie Hansestadt Bremen) während der Pressekonferenz.
Aufnahme: © Maurice Weiss


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