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Alchevsk/Altschewsk [UA] - Ankauf neuer Trolleybusse zur Belebung der Wirtschaft

J. Lehmann - 09.09.13


Mit den Städten Lugansk und Krasnodon und 19 anderen ukrainischen Städten plant die Stadt, rund 40 km von der Hauptstadt der Oblast Luhansk entfernt, Trolleybusse aus inländischer Produktion zu kaufen und diesen Kauf durch das durch die Regierung aufgestellte Programm zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu finanzieren.
Es könnten damit in den Jahren 2013-2014 rund 280 neue Fahrzeuge mit einem Anteil aus lokaler Produktion in der Ukraine von nicht weniger als 80% hergestellt werden. Zudem kann mit neuen energieeffizienten Technologien beim Einsatz der Fahrzeuge eine Einsparung bis zu 40% erreicht werden. Die Fahrgäste würden von einem bequemen Transport profitieren, insbesondere diejenigen mit eingeschränkter Mobilität. In den kommenden Jahren müssen in der Ukraine etwa 68% der Trolleybusse ersetzt werden, von denen mehr als die Hälfte seit über 20 Jahren in Betrieb stehen. Nachdem von 2010 bis 2012 insgesamt 363 neue, moderne Trolleybusse aus inländischer Produktion von einigen Städten der Ukraine im Vorfeld der EM beschafft wurden, setzt man in den letzten Jahren vor allem auf den Erwerb von Gebrauchtfahrzeugen aus europäischen Ländern.

Der Betrieb in Alchevsk, der im kommenden Jahr 60 Jahre alt wird, hat keine Beschaffungen mehr seit 2008 vornehmen können. Der neue Direktor Direktor KP "Alchevskpastrans" Alexander Orlov, der vorher für den inzwischen stillgelegten Betrieb in Stachanow verantwortlich war, reduzierte als erste Maßnahme im August den Wagenpark. Der Bedarf wurde 34 auf 26-28 Autos zu Hauptverkehrszeiten reduziert, nachdem im Februar 2013 die Trolleybuslinie 1 eingestellt wurde. Nun werden 8 Linien bedient, hiervon ist die Linie 6 mit einem 6-11 Minuten Takt noch dichter frequentiert, die Linien 3, 4 und 8 verkehren noch häufig alle 15-20 Minuten, während die Linien 5, 9, 10 und 11 mit einem oder zwei Trolleybussen nur ein bis zwei Mal stündlich bedient werden.
Nachdem im März 2013 vier Trolleybusse und im August 2013 weitere sieben Wagen ausgemustert und verschrottet wurden, verbleiben nun noch 47 Einheiten, von denen nur 35 betriebsbereit sind.

Die Regelmäßigkeit des Wagens hat sich deutlich im Vergleich zu 2012 gesunken. Umsetzung der beanspruchten Fragen, vor allem am Abend nicht durchgeführt wird, so dass die Intervalle auf wichtigen Strecken verdoppelt werden. Deren Zustand ist teilweise so schlecht, dass im Zeitraum von Mai bis Juli 2013 der Auslauf der Wagen von 27 teilweise auf 22 Trolleybusse sank.

Bis auf fünf Gelenktrolleybusse des Typs YMZ T1, die jedoch derzeit nicht einsatzbereit sind, stammen alle Trolleybusse aus russischer Produktion vom Typ ZiU 682 sowie ZiU 683. Von der Gelenkwagenausführung sind zwei 1991 und drei 1996 beschafft worden. Bei der letzten Neubeschaffung in 2008 handelt es sich um einen ZiU 682, der unter der Bezeichnung Typ Dnipro E187 in der Ukraine komplettiert wurde.

Foto:
Einer der drei 1996 beschafften Gelenktrolleybusse erhielt vor knapp 10 Jahren eine Aufschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Betriebs, Wagen 369 versah am 02.09.2005 einen Dienst auf der Linie 6. Aufnahme: Alexandr Zisser


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