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trolley:motion - Projekt Trolley: Für eine lebenswerte Zukunft

J. Lehmann - 04.10.10


Anläßlich der Jubiläumsfeier in Salzburg stellte der Projektleiter Mag. Johann Kogler das Projekt "Trolley" vor, bei dem Salzburg als Leadpartner fungiert. Weitere Partner sind Brno (CZ), Eberswalde (DE), Parma (IT), Leipzig (DE), Gdynia (PL), Szeged (HU) und die Universität von Gdansk (PL). Eine Auftaktveranstaltung fand am 1.7.2010 in Gdingen statt. Bereits in der Entwicklungsphase wurde Projekt bei der EU eingereicht und es werden 4,2 Mio. Euro für die Laufzeit des Projekts (bis Januar 2013) bereitgestellt. Diese fließen überwiegend in Untersuchungen und Forschung zum Thema Trolleybus mit folgenden Zielen:
Ziel 1: Energieverbrauch optimieren
zur Senkung des Spitzenverbrauchs, wird die Bremsenergie gespeichert, um beim Anfahren wieder zur Verfügung zu stehen. Für eine weitere Untersuchung wird Parma in der vorgesehenen Bestellung von Gelenkwagen acht SuperCaps erhalten, bislang die einzige Hardware-Bestellung der oben genannten Fördersumme. Zudem wird im Betrieb Eberswalde untersucht, ob eine Speicherung in den Unterwerken ebenfalls zur Senkung der Spitzenverbräuche führen kann.
Ziel 2: Effizienz steigern
Bei einer Neueinführung eines Trolleybussystems machen die Kosten für die Infrastruktur den größten Anteil aus. Es soll nun untersucht werden, wie die Fahrleitungsmontage günstiger erfolgen kann. Als Beispiel dient eine geplante Netzergänzung in Salzburg, und zwar von Mayrwies über Oberesch zum Brunnenweg in der Gemeinde Hallwang, wo ein neues Industriegebiet geplant ist. Es wird begutachtet, ob diese Verlängerung so preisgünstig erfolgen kann, dass ein 20-Minuten-Takt rentabel ist. So könnte die Anzahl der Masten und Fundamente, die das teuerste am Bau der Fahrleitung sind, durch eine nachgespannte Fahrleitung verringert werden. Außerdem können mehrere kleinere Unterwerke die aufwändige unterflur verlegte Kabelzuführung im Straßenbereich einsparen.
Ziel 3: Image verbessern
Zur Verbesserung des Bewußtsein um den umweltfreundlichen Obus wird Eberswalde einen Film produzieren, und Salzburg eine gesamte Kampagne mit einem jährlichen "European Trolleybus Day", ein europäisches "Knowledge Center" und eine "Trolleybus Library" initiieren und umsetzen. Zusätzlich zur Imageverbesserung gehören Designstudien ohne Verteuerung des Wagenkastens und ein Verschlanken der Oberleitung. Ein erster Schritt zur Untersuchung wurde durch das durch Auslegen von Fragebogen begangen.

Foto:
Trolley-Projektstudie für einen Doppelgelenkwagen im Tram-Design mit speziellem Design eines kombinierten Oberleitungs- und Beleuchtungsmastes.


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