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Novorossiysk [RU] - Privatisierung gescheitert

J. Lehmann - 30.08.10


In der russischen Hafenstadt am Schwarzen Meer an den westlichen Ausläufern des Kaukasusgebirges besteht seit dem 1.4.1969 ein Trolleybusbetrieb. Das Netz wuchs bis 1998 auf 16 Linien, als
der Betrieb "Novorosgortrans" ab dem 1.8.2006 unter Beteiligung der LLC "Russischer Personenverkehr" (Moskau) privatisiert wurde, gab es noch 14 Linien. Einige Linien verkehren nur in der Hauptverkehrszeit, die Anzahl dieser Linien wurde im Juli 2009, Ende 2009 und Anfang 2010 auf drei reduziert, so dass noch 11 Linien befahren werden. Die Linien 1, 12 und 14 werden am häufigsten bedient, ein 6-12 Minuten-Verkehr wird hier geboten. Bis zu 68 Trolleybusse werden in Spitzenzeiten eingesetzt, bedingt durch die Neubeschaffung von 19 Trolleybussen des Typs ZIU 682 standen 97 Trolleybusse zur Verfügung.
Aufgrund der Konkurrenz zu den zahlreichen Minibussen war eine Erhöhung der Fahrpreise auf das erforderliche Maß nicht möglich und so folgte im Juni 2010 die Insolvenz des Privatunternehmens. Die 2006 beschafften 16 LiAZ-5280 und 4 MTrZ-5279 gerieten in die Konkursmasse und mussten Anfang Juni außer Betrieb gehen, sie stehen mit zehn Dieselbussen zur Zeit in einem Nachbardorf und warten auf ihr weiteres Schicksal.
Auf Druck der Bevölkerung betreibt die Stadt weiter den Tolleybusbetrieb mit den verbliebenen 70 Trolleybussen unter Reduzierung des Fahrplans.

Fotos:
oben: Die häufig erforderliche Neulackierung der Trolleybusse wird durch Ganzwerbung finanziert, hier wirbt der 2001 beschaffte ZIU 682 Nr.20 für Produkte der 1874 gegründeten Schuhfabrik Rieker, die seit 1975 international tätig ist und nun den Firmensitz in der Schweiz hat.
unten: Trolleybus 73 ist einer der 19 Einheiten der Anfang 2010 neu in Dienst gestellten Trolleybusse des Typs ZiU-682G-016.04. Aufnahmen: Andrey Moroz (http://transphoto.ru), 21.08.2010


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